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KunstprojekteProjektbeschreibung „Feld der Windräder“ von Odo Rumpf
Bunte, überdimensional große Kinder-Windräder drehen sich langsam im Wind. Sie sind aus der Ferne sichtbar und verteilt auf dem Gelände der Landesgartenschau 2005 in Leverkusen plaziert. In ihrer Farbenpracht und Unterschiedlichkeit in Form und Größe abstrahieren sie das bunte Blumenfeld einer Wildwiese und lassen den Besucher in eine Fantasiewelt eintauchen. Durch die vom Wind angetriebenen Rotoren wird elektrische Energie erzeugt, die für unterschiedliche Videopräsentationen in dem jeweiligen Sockel der Windräder verwendet wird. Ein Spaziergang über das Gelände der LAGA wird dadurch zu einem besonderen Erlebnis- und Informationspfad. VideopräsentationMittels Video und Monitoren kann über Energiegewinnung im allgemeinen und unterschiedliche Energieformen informiert werden (z.B. Energieerzeugung durch Windkraft, Wasserkraft, Solarenergie, Biomasse, Deponiegase, Geothermie, Gezeitenkraft, Fossile Energie, Kernenergie, …). Darüber hinaus können weitere Informationen publiziert werden (z.B. Informationen über die LAGA Leverkusen, die ehemalige Bayer Deponie und deren Sanierung, Veranstaltungshinweise, Statements der Besucher, Kunstfilme, etc.). Windradkomponenten und KostenPfeiler: verschiedene Formen: z.B. Röhren, ehem. DB-Masten, skulpturartige Trägergebilde; zwischen 5 bis 10 Meter hoch.
Rotoren: 1-2 mm dicke Bleche, Statik durch Wölbung oder hinterläufige Fachwerkskonstruktion, farbig lackiert, (alternativ: Segeltuchbespannung); Durchmesser: 1 bis 5 Meter.
Generatoren: Je nach Form und Größe der Rotoren werden geeignete Maßnahmen zur Gewährleistung der Betriebssicherheit angewendet und bezogen auf die Energiegewinnung wird ein entsprechender Generatortyp mit individuell angepasster Elektronik eingesetzt.
Videopräsentation: Im Sockel der Masten werden wettergeschützte Kästen installiert, die die technischen Komponenten der Steuerung, der Spannungsumwandlung, der Energiespeicherung, der Videoeinspielung und der Visualisierung beinhalten. Die Monitore werden zusätzlich mit entsprechenden Glasscheiben bzw. Vergitterungen vor möglichen Beschädigungen geschützt.
Sonstige Kosten oder Leistungen:Statik: je nach Anzahl der Objekte 300,– bis 1.000,– Windräder in einfachen Ausführung sind komplett schon ab € 6.000,- realisierbar. (inkl. Statik, Fundament und Aufstellung) Große, aufwändig hergestellte Windräder mit Stromerzeugung und Videohardware können bis zu € 20.000,- kosten. Realisierung und FinanzierungIm finanziellen Rahmen des Künstlersymposiums kann zu mindestens ein Windrad realisiert werden. Während der Öffnungszeiten der LAGA wird die Skulptur an der Bildhauerhütte gefertigt. Die Besucher haben so die Möglichkeit, die Arbeitsprozesse und die Herstellung der einzelnen Komponenten bis zur Aufstellung des Windrades zu verfolgen. Für weitere Windräder, um das "Feld der Windräder" zu realisieren, wird um finanzielle Unterstützung bei Kunstförderungen und Stiftungen angefragt. Desweiteren ist es möglich, eine Patenschaft für ein oder mehrere Windräder zu übernehmen. PatenschaftZum einen besteht die Möglichkeit, dass branchenspezifische Betriebe Sachleistungen oder Materialien wie z.B. Generatoren, Monitore, Masten, Fundamente, Transporte u.a. zur Verfügung stellen. Zum anderen können aber auch Einzelpersonen, Gruppen (Vereine), Betriebe oder Firmen ein oder mehrere Windräder finanziell unterstützen. Diese Windräder werden Eigentum der Paten. Sie werden ebenfalls live vor Ort erarbeitet und für die Dauer der Landesgartenschau auf dem Gelände aufgestellt. Die Paten werden an den Windrädern namentlich aufgeführt und in Videopräsentationen und Dokumentationen entsprechend veröffentlicht. Im Anschluss an die Landesgartenschau können die Paten über ihr Windrad verfügen. So könnten sie z. B. der Stadt Leverkusen die Skulptur als Dauerleihgabe weiterhin überlassen oder das Windrad im eigenen Garten oder Firmengelände plazieren. LandmarkenDie Lage der Landesgartenschau 2005 an den hochfrequentierten Verkehrswegen (Autobahn und Rhein) bietet eine hervorragende Chance, sogar dem vorbeifahrenden Verkehr einen Einblick zu gewähren. Durch die Präsentation bewegter, ungewöhnlicher "Objekte" werden unverkennbare Landmarken geschaffen, die von abertausenden, täglich passierenden Menschen wahrgenommen werden. Das "Feld der Windräder" mit seiner weitläufigen optischen Wirkung kann so auf einzigartige Weise auf die LAGA 2005 aufmerksam machen und den Weg zu ihr weisen. In seiner spielerischen Gesamtdarstellung erscheint es als eine Art humorvolle Installation zur aktuellen und zukünftigen Debatte über die Bedeutung von regenerativen Energien. Ein skulpturales, informatives und werbetechnisches Skulpturenenvironment einer zeitgemäßen und innovativen Landesgartenschau.
Odo Rumpf, März/September 2004
Ihr Ansprechpartner: Ralph Quabeck |
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